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Braunschweiger Zeitung vom ?

Alte Siegelmarken aus Braunschweif

Siegelmarken des alten Braunschweiger Landes oder handelt es sich um Briefverschlußmarken, bereiten dem Leser G.P. aus Salzgitter einiges Kopfzerbrechen. Alle seine Bemühungen, Informatinen über diese Marken, sie gibt es beispielsweise von allen Amtsgerichten des ehemaligen Braunschweiger Landes zu bekommen, schlugen bisher fehl. Das Braunschweiger Kabinett benutzte sie ebenso wie der Chef der Verwaltung oder die Distriktistaatsanwaltschaft. Einige der Marken tragen lediglich die Krone des Fürstenhauses und zeigen das Roß. Die meisten, wie etwa die des Herzoglichen Flügeladjudanten, weisen allerdings auf den Absender hin. Vielleicht kann der eine oder andere Leser mehr zu diesen Marken erzählen?


Braunschweiger Zeitung vom 22 Mai.1999

Früher waren sie sehr weit verbreitet. Mein Großvater sammelte Siegelmarken, von denen zahlreich erhalten geblieben sind. Da noch einige Marken auf ihrem ursprünglichen Untergrund kleben, kann man erkennen, das sie auf den bereits zugeklebten Brief, auf der Rückseite, aufgeklebt wurden. Die Marken müssen bis zum 1. Weltkrieg sehr weit verbreitet gewesen sein. Es sieht so aus, als ob jede Gemeinde, Behörde oder Dienststelle, die auf sich hielt, eine eigenen Marke verwendet haben. Als Motiv wurden unter anderem Landes- oder Stadtwappen und vielfach der Preußische Adler verwendet. Nach der Reklamemarke seiner Firma von 1896, die Siegelmarken herstellte, wurden diese auch Oblaten genannt. Ich vermute, die Marken markieren die Zeit des Übergangs vom echten Siegel zum Stempel des Absenders.

Zeitungsausschnitt aus einer nicht bekannten Quelle

Briefverschlußmarken – Dokumente einer vergangenen Zeit

Während die Philatelie und das Sammeln von Münzen sehr weit verbreitet sind, gibt es nur Wenige Sammler, die sich für Briefverschlußmarken interessieren. Das liegt wohl hauptsächlich daran, daß diese Marken nur sehr schwer zu erhalten sind, den die Siegelmarken wurden zum größten Teil von den Behörden der deutschen Staaten verwendet. So findet man bedeutende Sammlungen meistens in den Händen von Beamten oder deren Erben, und es mag schwer erscheinen, heute eine Sammlung neu zu beginnen. Trotzdem Möchten wir unseren Lesern einige dieser interessanten Zeitdokumente vorstellen, denn es ist durchaus denkbar, Daß hier und da noch Siegelmarken ein verborgenes Leben führen. Sie können den Grundstock einer neuen Sammlung sein. In Deutschland wurden derartige Breifverschlußmarken um 1870 eingeführt. Sie lösten damals die bis dahin verwendeten Lacksiegel ab, denn sie waren einfacher zu benutzen. Alle Ministerien, Ämter, Universitäten, staatliche Institutionen sowie militärische Einheiten und Stäbe erhielten eigene Verschlußmarken in verschiedenen Größen und Farben. Einige dieser Marken, die im deutschen Kaiserreich gebraucht wurden, zeigt das Bild. Experten unterscheiden bei den Siegelmarken des Kaiserreiches lange Kronenbänder ( Kaiser Wilhelm I.) und kurze Kronen Bänder ( Kaiser Wilhelm II. ).



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