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Geschichte der Briefverschlußmarken Siegelmarken
![]() Um 1870 wurden in Deutschland die Briefverschlußmarken aus Papier eingeführt. Sie lösten die bis dahin gebräuchlichen Wachssiegel ab. Die Briefverschlußmarken wurden in der Hauptsache von Ministerien, Ämtern, Universitäten, staatlichen Instutionen und militärischen Stäben und Einheiten benutzt. Die Verschlußmarken gab es in verschiedenen Größen und Farben. Teilweise übernahm man einfach das jeweilige Siegel der Stadt oder des Landes als Grundmotiv der Verschlußmarken. So z.B. die Stadt Hildesheim. ![]() Die Briefverschlußsiegel wurden auf die Verschlußklappen der Briefumschläge geklebt, um vor unliebsamen Indiskretionen zu schützen. Man nannte sie Pavillionsiegel. Es gab noch die sog. „ fliegenden Siegel“. Wollte man außer dem Empfänger noch einem Dritten Kenntnis vom Inhalt geben, erfolgte die Sendung unter "fiegendem Siegel" d. h. das Schreiben erhielt zwar ein Siegel, wurde aber so angebracht, das es die Sendung nicht verschloß. Man klebte es nur an die Spitze der Umschlagsklappe, wodurch das Siegel gewissermaßen noch in der Luft „flog“. Hatte der Zwischenadressat den Inhalt gelesen, klebte er das Siegel fest, steckte den Umschlag in noch einen Umschlag und versiegelte diesen nochmals. Der Reichsadler Als 1871 das zweite deutsche Kaiserreich gegründet wurde, erhielten die Reichsbehörden den Adler im Siegel. Die Siegelmarken zu Zeit Kaiser Wilhelm I. wiesen lange Kronenbänder auf und die zur Zeit Kaiser Wilhelm II. kurze Kronenbänder. ![]() Weitere Informationen werden folgen...
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